Unbedingt ansehen!

Sorry, this blog is in German. Learn it or if you are interested to read a friends experience of the debut screening of Samson and Delilah, please go there.

Vor ein paar Wochen flog ich nach Alice Springs. Mehrere Freunde wiesen mich darauf hin am Freitag abend unbedingt zur Telegraph Station zu kommen. Ein neuer Film wird dort gezeigt, open air Erstaufführung, zwischen River Red Gums und einem ausgetrockneten Flussbett. Bring einen Swag oder Stuhl, Eintritt ist frei! Eine gute Gelegenheit, Leute wieder zu sehen, welche ich seit meinem Umzug nach Tasmanien nicht mehr getroffen hatte.

Eine, für Alice Springs ungewohnte Autoschlange bildete sich auf der Strasse zum Parkplatz. Busse hatten Zuschauer aus den naheliegenden Communities und Town Camps abgeholt. Rund 2500 Leute hatten sich versammelt. Man hörte unterschiedliche Aboriginal Sprachen und englische Wortfetzen – ein Duft von gebratenen Wuersten lag in der Luft, als wir  uns in das trockene Gras setzten.

Bushbands (The Desert Mulga Band und The South East Metal Band) spielte und sang in Warlpiri – die Sprache in der auch der Film gedreht wurde. Samson and Delilah ist Warwick Thornton’s erster Film. Vor einem Jahr sah ich seinen humorvollen Kurzfilm Nana. Eine wunderbare Geschichte, erzaehlt aus der Perspektive eines kleinen Maedchens. ‘I love my nana,’ ihre Oma (Mitjili Napanangka Gibson), welche im Outback Australiens lebt.

nana - copyright by Warwick Thornton

Wir beobachteten den Dance-off der Kinder und wie der Sieger stolz und grinsend ein T-Shirt entgegen nahm. Es war dunkel geworden, die Bühne und die mächtigen darum stehenden Red River Gums waren beleuchtet. Warwick hatte das Mikrofon ergriffen und erzählte ein wenig über seine Erfahrung mit dem Film, dass er mit Absicht einen Low-Budget Film angestrebt hatte und dass es ihm wichtig war, dass die Schauspieler sich in ihrer Umgebung wohl fühlten. Deshalb war auch die Filmcrew klein gehalten worden. Die beiden Hauptdarsteller, Rowan McNamara und Marissa Gibson erklommen die Bühne und wurden mit heftigem Applaus empfangen. Viele kannten die beiden, waren entweder verwandt oder befreundet.

Es ist unglaublich, wie ueberzeugend die beiden spielten und das, ohne jegliche Erfahrung als Schauspieler. Der Film wurde in Alice Springs und in Jay Creek (westlich von Alice Springs) gedreht. Obwohl ich dachte, ich kenne Alice Springs, schliesslich lebte ich drei Jahre dort, überraschte mich wie Warwick die Outbackstadt darstellte. Sehr eindrücklich gewählte Bilder aus interessanten Perspektiven. Er griff aktuelle Themen auf, wie häusliche Gewalt, die Aboriginalkunst Indusrie, Benzin Schnüffeln und Alkoholismus. Probleme, welche in Zentralaustralien Alltag sind. Gleichzeitig zeigt Warwick die Komplexität der Schwierigkeiten und die Wichtigkeit von Land für Indigenous Australiens. Die Verbindung mit dem Land, welches Heimat und Identität bedeutet.

samson-and-delilah-poster

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